In unserer Pfarre feierten wir am Sonntag, 14. Juni das Fest der Firmung. Traditionell findet die Feier vor der Kulisse der alt-ehrwürdigen Kirche am Kirchberg über Deutschfeistritz als Freiluft-Veranstaltung statt!
Firmspender war auch in diesem Jahr Abt Philipp Helm vom Stift Rein. Die 37 Jugendlichen hatten sich seit November in 4 Gruppen getroffen und wurden von unserm Firm-Team intensiv begleitet. Teilnahme an der Spiri-Night im Stift Rein, Exkursionen nach Graz zur Früh-Geburten-Station im LKH und in die JVA- Karlau, ein ökumenischer Projekt-Tag „Erinnerungskultur“ an die KZ-Außenstelle Hinterberg, ein Kreuzweg und eine Vollmond-Wanderung boten den Jugendlichen viele Möglichkeiten, sich auf einen künftigen Glaubensweg als junge Christen einzulassen.
Ja, und nun kam der besondere Tag der Firmung! Sehr viele waren auf den Kirchberg geströmt oder nutzten den Service der Shuttle-Busse. Und sie hörten die stimmungsvollen Lieder des Chores „Stirish Tonart“ unter der Leitung von Martin Mikulik und die Texte der Lesungen aus der Heiligen Schrift, wie die Jünger damals und wie wir auch heute „Gottes große Taten verkünden!“
Abt Philipp wählte für seine Predigt die Zeichensprache der Pfadfinder und hatte damit eine sehr aufmerksame Zuhörerschaft!
Es war ein berührender Gottesdienst, der am Schluss in die wunderbare Feier der Agape überging.
Herzlichen Dank an die großartige Organisation dieses Tages. Mein besonderer Dank geht an die vielen MinistrantInnen und ihr frohes und konzentriertes Mitfeiern sowie an Herrn Pfarrer Horst Hüttl, insbesondere für sein Vertrauen in seine tüchtigen und umsichtigen MitarbeiterInnen!
Abschließend ein Gebet vom Textblatt der Feier zum persönlichen Vertiefen:
„Gott, komme jetzt und dann, heile unsern Sinn: segne Frau und Mann, schenk uns Neubeginn!
Gott, wandle jung und alt, heile unsern Sinn: löse die Gewalt, schenk uns Neubeginn!
Gott, eine arm und reich, heile unseren Sinn: in der Liebe alle gleich, schenk uns Neubeginn!
Gott, vereine Mensch und Tier, heile unsern Sinn: Alles lebt von dir, schenk uns Neubeginn!
Gott, die Erde wankt und schreit, heile unsern Sinn: gib uns zur Umkehr Zeit, schenk uns Neubeginn.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
Am 9. Mai 2026 feierten 25 Kinder der Volksschule Peggau ihre Erstkommunion. In den Monaten der Vorbereitung machten sich die Kinder gemeinsam auf den Weg, um mehr über den Glauben, die Gemeinschaft und die Freundschaft mit Jesus zu erfahren. Im festlichen Gottesdienst durften sie erstmals die Heilige Kommunion empfangen. Gemeinsam mit ihren Familien, Patinnen und Paten sowie der Pfarrgemeinde wurde dieser besondere Tag gefeiert. Die Freude und das Miteinander standen dabei im Mittelpunkt.
Die Pfarre Deutschfeistritz – Peggau feierte das Fronleichnamsfest heuer in Peggau. Es begann mit der hl. Messe in der Filialkirche Peggau, die vom Musikverein Deutschfeistritz – Peggau musikalisch wunderschön umrahmt wurde. Anschließend fand die Prozession mit dem eucharistischen Herrn durch den Ort statt. Diese wurde vom Musikverein, Gesangsverein, den Oberlandler, dem Edelweiss Verein und dem Obstbauverein begleitet. Der Himmel wurde von vier Feuerwehrmännern getragen. Es wurde bei insgesamt vier Altären gebetet, begleitet durch den Gesangsverein, und der eucharistische Segen gespendet. Bei den Altären streuten die Kinder und Erstkommunionkinder bunte Blütenblätter. Während der Prozession spielte der Musikverein und es wurde abwechselnd gebetet. Bei der anschließenden Agape bei der Weinlaube des Mesnerhauses ist das Fest bei schönen Gesprächen und strahlendem Sonnenschein ausgeklungen.
Der Bildstock mit dem Hl. Antonius in der Schießstattgasse in Deutschfeistritz wurde im Vorjahr großteils in Eigenregie, gefördert durch das Land Steiermark, renoviert und restauriert. Am Pfingstsonntag erfolgte nun die feierliche Segnung des Hl. Antonius-Bildstocks im Rahmen einer Maiandacht. Pfarrer Dr. Hüttl legte in der Feier Gedanken über das Pfingstfest dar, verband diese mit einem Wetterbeten und erzählte einige Details aus dem Leben des Hl. Antonius von Padua. Für die musikalische Umrahmung sorgte ein Blechbläserensemble bestehend aus Familienmitgliedern, Nachbarn und Freunden der Fam. Bauernberger-Pötscher. Für das gemütliche Beisammensein im Anschluss war ebenfalls bestens gesorgt.
unter diesem Motto feierten wir am 14.5. 2026 auf dem Kirchberg von Deutschfeistritz,
und am 16.5.2026 in der Schlosskapelle Waldstein, ein ganz besonderes Fest, das Fest der Erstkommunion.
Alle Kinder 2. Klassen empfingen bei schönem Wetter zum ersten Mal den Leib Christi und gemeinsam dankten wir Jesus für seine Nähe und Freundschaft.
Ich wünsche euch liebe Kinder, dass diese Freundschaft mit Jesus, in eurem Leben weiterwachsen und euch stärken kann, eure Religionslehrerin, Sabine Köch
Am Freitag, dem 29. Mai, fand eine der letzten Begegnungen der diesjährigen Firmvorbereitung statt. Gemeinsam mit einigen Firmpatinnen und Firmpaten sowie Firmbegleiterinnen und Firmbegleitern machten sich die Firmlinge auf den Weg von Peggau zum Marienbründl.
Entlang der Strecke luden sieben Stationen zum Innehalten ein. Dabei wurden die sieben Gaben des Heiligen Geistes anhand passender Texte (u.a. von Papst Franziskus) betrachtet. Bei der Gabe der Weisheit regte eine Anekdote zum Nachdenken an: Ein Mann durfte sich etwas wünschen, sein Nachbar würde jedoch das Doppelte davon erhalten. Wahre Weisheit zeigt sich darin, nicht nur an sich selbst zu denken, sondern das Wohl aller im Blick zu haben – die Welt und die Menschen mit den Augen Gottes zu sehen.
Den Abschluss bildeten eine gemütliche Jause und ein fröhliches Beisammensein. So konnte die gemeinsame Zeit in guter Gemeinschaft ausklingen.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die bei der Vorbereitung und Durchführung mitgeholfen haben. Besonders danken wir den Firmlingen für ihre Ausdauer, ihr engagiertes Mitfeiern und das Vorlesen der Texte.
„Kann man trotz eines großen Fehlers noch von Gott respektiert werden?“
Am 25. April trafen sich junge Firmlinge aus der Pfarre mit Pater Johannes König und Gefängnisseelsorger Erwin Url in der Justizanstalt Graz-Karlau, um über das Thema „Gefangensein“ ins Gespräch zu kommen. Dabei ging es nicht nur um Mauern und verschlossene Türen, sondern auch um Verzeihung, Hoffnung, Neuanfang und die Frage, was Menschen trotz schwerer Fehler ausmacht.
Die Firmlinge hatten sich im Vorfeld gut auf diese Begegnung vorbereitet und viele Fragen gesammelt. So wollten sie zum Beispiel wissen: „Wie helfen Sie Gefangenen, wenn sie sich schuldig fühlen?“
„Was ist für Sie bei Ihrer Arbeit am schwierigsten?“
Oder: „Wie sieht ein Alltag im Gefängnis aus?“
Eine besonders herausfordernde Frage lautete: „Kann man einem Mörder verzeihen und ihn sogar sympathisch finden?“
Die Antworten von Pater König und Seelsorger Erwin waren sehr persönlich und regten zum Nachdenken an. Auf diese letzte Frage antwortete Pater König, dass man die Menschen, die im Gefängnis sind, lieben muss – andernfalls sei man für diesen Beruf nicht geeignet.
Doch wie schaut das bei uns in unserem eigenen Umfeld aus?
Besonders eindrücklich blieb die Aussage, dass Menschen – egal welche schlimmen Taten sie begangen haben – keine Monster sind, auch wenn sie in den Medien oft sehr schnell so dargestellt werden. Hinter jeder Tat steht ein Mensch mit einer Geschichte, mit Schuld, aber auch mit der Möglichkeit zur Veränderung.
Viele der Fragen der Firmlinge laden auch uns zum Nachdenken ein:
Kann man trotz eines großen Fehlers noch von Gott respektiert werden?
Können sich „böse“ Menschen dauerhaft bessern?
Was ist das, was Gefangenen am meisten hilft?
Die Begegnung in der Justizanstalt Graz-Karlau war für Firmlinge, Begleiter und Eltern eine besondere Erfahrung – eine, die zum Nachdenken über Menschlichkeit, Verantwortung und Vergebung anregt.
Kennen Sie schon alle Antworten auf diese Fragen?
Und wissen Sie Ihre persönliche Antwort auf die erste Frage: „Kann man trotz eines großen Fehlers noch von Gott respektiert werden?“